Berufliche Rehabilitation HeidelbergBerufliche Rehabilitation Heidelberg

Interview mit Teilnehmerinteressenvertretung

SRH Berufliche Reha: So sehe ich das!

Interview mit der Teilnehmerinteressenvertretung des Berufsförderungswerkes Heidelberg

Stellvertretend für die Teilnehmerinteressenvertretung (TIV) nehmen Frau Fleischhauer und Herr Jansen am Interview teil:

Redaktion: Frau Fleischhauer, Herr Jansen: Sie beide sind Teilnehmer von Bildungsgängen bei der SRH und engagieren sich zugleich bei der Teilnehmerinteressenvertretung. Was machen Sie genau?

Fleischhauer: Ich studiere an der Fachhochschule der SRH im Bereich Soziale Arbeit und bin zugleich 2. Vorstand der TIV. Außerdem kümmere ich mich bei der TIV um den Fachbereich Soziales, das hängt ja auch eng mit meinem Studium zusammen.

Jansen: Ich mache eine Ausbildung zum Medieninformatiker beim Berufsförderungswerk und bin bei der TIV für das interne Management und die Organisation von Terminen zuständig. So wie heute dieser Interviewtermin.

Redaktion: Wer kann alles bei der TIV mitmachen und wie kann man Kontakt zur TIV aufnehmen?

Fleischhauer: Bei der TIV kann jeder Teilnehmer, der Lust dazu hat, mitmachen. Wir repräsentieren alle Teilnehmer, nicht nur Rehabilitanden, und kümmern uns um alle Themen im Zusammenhang mit der Ausbildung hier. Durch die unterschiedlichen Ausbildungszeiten der einzelnen Teilnehmer herrscht in der TIV eine große Fluktuation. Es ist also wichtig, dass immer wieder neue Leute dazukommen.

Jansen: Im Haus 9 haben wir unser TIV- Büro. Wer Lust hat, kann da gerne jederzeit vorbeikommen. Mittwochs haben wir auch extra eine Sprechstunde von 18 bis 19 Uhr. Außerdem kann man uns unter tiv@bfw.srh.de per E- Mail erreichen oder uns eine Nachricht in einen unserer TiV- Briefkästen (Mensa/ Haus 9 und Haus 17) stecken.

Redaktion: Was genau sind die Aufgaben der TiV?

Jansen: In erster Linie kümmern wir uns um all die Themen, die in Zusammenhang mit der Ausbildung hier stehen. Da geht es um die Kommunikation mit den Dozenten und Bereichsleitern bei Beschwerden und Problemen. Wir organisieren auch regelmäßig alle zwei Monate die Vollversammlung aller Gruppensprecher unserer Ausbildungsgruppen, um wichtige Themen zu besprechen und zu diskutieren.

Fleischhauer: Genauso wichtig ist uns aber auch das “Drumherum” um die Ausbildung, wie Wohnen, Essen, Freizeit- und Kulturangebote. Ein wichtiger Bereich ist noch der Bereich “Soziales”. Hier sind wir aktiv in Kontakt mit den Case-Managern im Haus und den externen Kostenträgern unserer Teilnehmer. Informationen für die Teilnehmer gibt es auch in unserer TIV-Zeitung “Neuanfang”, die kostenlos an alle Interessierten verteilt wird.

Redaktion: Sie werden ja viel mit den Problemen, Ängsten und Beschwerden der Teilnehmer konfrontiert. An welcher Stelle würden Sie sich hier im Haus Veränderungen wünschen?

Jansen: Die SRH ist ein großes Unternehmen mit vielen verschiedenen Ausbildungsangeboten und einem großen Campus. Das ist für viele Teilnehmer im ersten Moment verwirrend, wenn sie von zu Hause hier ins Wohnheim ziehen. Dafür würden wir uns mehr Struktur und Informationen für die Teilnehmer wünschen, damit sie sich leichter zurechtfinden und in den SRH Campus einfinden können. Außerdem gibt es hier natürlich viele verschiedene Menschen und da prallen immer mal wieder unterschiedliche Einstellungen und Verhaltensweisen aufeinander und es kommt zu Konflikten. Deswegen ist ein offenes Verhalten, Toleranz und Respekt untereinander sehr wichtig. Die Dozenten und die Case-Manager sollten dafür immer ein offenes Ohr haben.

Fleischhauer: Das sehe ich genauso. Gerade von den Case-Managern erwarten wir viel Engagement und das Eingehen auf die Bedürfnisse der einzelnen Teilnehmer. Zusätzlich würden wir uns noch mehr Freizeitangebote und Aktivitäten auf dem Campus wünschen. Und die Informationsweitergabe könnte auch noch optimiert werden.

Redaktion: Und welche positiven Erfahrungen haben Sie hier gemacht?

Jansen: Was ein Nachteil ist, ist gleichzeitig auch ein Vorteil. Durch den großen Campus kann man viele neue Leute kennen lernen. Wir haben hier wirklich nette Kontakte geknüpft. Auch bei uns in der TIV haben wir eine gute Stimmung und arbeiten gerne zusammen. Die Ausbildung macht mir großen Spaß und der Beruf des Medieninformatikers ist genau das Richtige für mich. Dass man im Berufsförderungswerk Heidelberg diese Ausbildung verkürzt in knapp zwei Jahren absolvieren kann, ist ideal.

Fleischhauer: Ich finde es auch gut, dass man hier eine neue Perspektive für sein Leben bekommt. Viele Menschen kommen ganz verunsichert und unglücklich hierher, weil sie durch ein Ereignis in ihrem Leben z.B. eine Krankheit, nicht mehr in ihrem bisherigen Beruf arbeiten können. Und dann fangen sie eine Ausbildung oder ein Studium an und auf einmal haben sie wieder Ziele und vielleicht auch einen neuen Sinn im Leben. Das ist einfach eine tolle zweite Chance, die man hier bekommt.

Redaktion: Und welche Ziele haben Sie beide nach Ihrer Ausbildung?

Fleischhauer: Ich möchte in der sozialen Arbeit Fuß fassen. Wenn es geht im Justizvollzug oder als Bewährungshelferin. Auch eine Tätigkeit als Streetworkerin könnte ich mir gut vorstellen.

Jansen: Ich strebe eine Festanstellung in einer Internetfirma in einer größeren Stadt an. Eine Programmiertätigkeit wäre super. Ich könnte mir aber auch vorstellen, Informatikschulungen durchzuführen.

Redaktion: Vielen Dank für das Interview und alles Gute für Ihre Zukunft!


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