Das Integrations-Management der Beruflichen Rehabilitation Heidelberg soll Teilnehmerinnen und Teilnehmer zügig und dauerhaft in den ersten Arbeitsmarkt integrieren.
Bausteine des Integrations-Managements
Integrations-Management während der Ausbildung
Lern-Organisatoren und -Organisatorinnen und Case-Managerinnen und -Manager begleiten Teilnehmerinnen und Teilnehmer während der Ausbildung. Sie beobachten und fördern dabei vor allem das jeweilige Integrations-Potenzial. Sie vereinbaren mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern individuelle Aktionsschritte, die regelmäßig überprüft werden.
Der Ausbildungsrahmenplan sieht für alle Maßnahmen vom ersten Tag der Ausbildung das Fach „Soziale und Berufliche Entwicklung“ vor. Dies bereitet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes vor und unterstützt sie bei der beruflichen Orientierung.
Fester Bestandteil jeder Ausbildung ist das Training für Bewerberinnen und Bewerber, das weit über das Erstellen einer Bewerbungsmappe hinausgeht. Es enthält eine Stärken-Schwächen-Analyse, Empowerment, Bewerbungsstrategien und vieles mehr.
Ein weiter wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer erfolgreichen Integration ist die Teilnahme an einem externen Praktikum. Gut vorbereitet suchen sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer eigenständig einen Praktikumsplatz mit Vermittlungschancen. Lern-Organisatoren und -Organisatorinnen unterstützen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, ohne sie dabei aus der Selbstverantwortung zu entlassen.
Der Ausbildungsrahmenplan sieht eine intensive Bewerbungsphase etwa vier Monate vor Ende der Maßnahme vor. Teilnehmerinnen und Teilnehmer bewerben sich dabei auf ihren zukünftigen Arbeitsplatz und die Betreuerinnen und Betreuer coachen sie dabei. Die Erfahrungen dieser Phase werden gemeinsam mit Lern-Organisatorinnen und -Organisatoren und Case-Managerinnen und -Managern besprochen.
Eine Woche vor Ende der Maßnahme halten Betreuerinnen und Betreuer fest, wer bei der Arbeitsplatzsuche erfolgreich war. Sie besprechen mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die keinen Arbeitsplatz gefunden haben, weitere Integrations-Schritte für die Zeit nach der Ausbildung.
Integrations-Management nach der Ausbildung
Nach der Ausbildung können Absolventinnen und Absolventen am JobTrain-Angebot teilnehmen. JobTrain ist ein überregionales Unterstützungsangebot, das sich im Aufbau befindet. Der JobTrain dauert drei bis fünf Monate und enthält acht Präsenztermine. Der äußere Rahmen der regionalen Gruppen bietet Motivation, Raum für Eigeninitiative, Austausch und Unterstützung durch die Gruppe.
Die Gruppe entwickelt gemeinsam persönliche Standortanalysen, simuliert Bewerbungssituationen, recherchiert und analysiert Zielmärkte und Nischen. In einer Zwischenbilanz beurteilt die Jobtrainerin oder der Jobtrainer individuelle Perspektiven und Strategien. Außerdem tauscht die Gruppe untereinander Tipps und Informationen zur Stellensuche aus.
Da sich das überregionale JobTrain-Angebot noch im Aufbau befindet, erhalten Absolventinnen und Absolventen, die dieses Angebot nicht wahrnehmen können, eine individuelle Nachbetreuung per Telefon oder Mail. Das Team hilft bei Fragen und Problemen und hält ständig Kontakt mit Absolventinnen und Absolventen.
Gleich zu Beginn der Praktikumssuche lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Umgang mit dem Integrationsportal. Damit können sie während und nach der Ausbildung folgende Leistungen in Anspruch nehmen:
In den Jahren 2006 und 2007 hat die Fachhochschule Frankfurt 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über eine berufliche Weiterbildung zum Beruf des JobPromotors qualifiziert (Beratung und Unterstützung bei Arbeitsplatzfindung und beruflicher Entwicklung).
Die Ausbildungs-Module:
Ein EDV-gestützter Förder- und Integrationsplan dokumentiert die wesentlichen Aktivitäten, die zum Integrationsziel führen sollen. Das sind unter anderem die regelmäßigen Einschätzungen durch die Lehrkräfte, die vereinbarten Aktivitäten auch für die Zeit nach der Ausbildung, die Teilnahme an integrationsrelevanten Ausbildungsbestandteilen, Praktikumsauswertungen und der jeweilige Vermittlungsstand.
Anhand von Nachbefragungen lässt sich der Integrationserfolg und die Nachhaltigkeit der Integration bis zu einem Jahr nach Ausbildungsende erfassen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die zum Zeitpunkt der Erfassung aus gesundheitlichen oder sonstigen Gründen dem ersten Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen, bleiben beim Erfolgscontrolling unberücksichtigt.
Erstmals und einmalig in der Arbeitsgemeinschaft der Berufsförderungswerke (ARGE BFW) hat die SRH Berufliche Rehabilitation Heidelberg für die Jahre 2007 und 2008 zusammen mit allen Rehaträgern eine erfolgsabhängige Vergütung als Bestandteil in den Kostensatz aufgenommen.
Da wir an unsere Integrationsarbeit und die Erfolge glauben, haben wir den regulären Kostensatz abgesenkt und eine erfolgsabhängige Komponente vereinbart. Gezahlt wird also nur bei erfolgreicher Integration in den ersten Arbeitsmarkt oder bei der Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit.
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