Rehabilitationseinrichtung für psychisch Kranke und Behinderte Karlsbad Rehabilitationseinrichtung für psychisch Kranke und Behinderte Karlsbad

Rückweg ins Arbeitsleben

(Karlsbad-Langensteinbach, 12.08.2009) Neue Rehabilitationseinrichtung in Karlsbad in Betrieb. Einrichtung schließt eine Lücke

Die ersten Patienten sind laut einer Pressemitteilung jetzt in die neu gegründete Rehabilitationseinrichtung für psychisch Kranke und behinderte Menschen (RPK) in Langensteinbach, eine Tochter der SRH Holding, eingezogen. Die Einrichtung in Karlsbad mit seinen 50 Plätzen ist die größte ihrer Art in Baden-Württemberg und beseitigt eine erhebliche Bedarfslücke in der regionalen Versorgung psychisch Kranker. Die nächsten RPK-Einrichtungen in Stuttgart, Mannheim und Freiburg verfügen nur über zwölf bis 15 Plätze, so dass es für Patienten oft unzumutbar lange Wartezeiten gab.

Die RPK in Langensteinbach in der Guttmannstraße 4 steht unter der ärztlichen Leitung der Fachärztin für Psychiatrie Regine Müllensiefen und bietet jetzt 40 stationäre und zehn ambulante Plätze für psychisch Kranke ab 18 Jahren. Die Patienten werden während ihres Aufenthaltes von sechs bis maximal 24 Monaten durch ein multiprofessionelles Team aus Ärzten, Psychologen, Sozialpädagogen, Pflegekräften, Ergo-, Physio-, Arbeits- und Berufstherapeuten individuell betreut.

Krankheitsbilder sind zu 60 Prozent Schizophrenie, zu je 15 Prozent Persönlichkeits- und neurotische Störungen und zu zehn Prozent affektive Störungen.

Ziele der Rehabilitation sind medizinische und soziale Stabilisierung der Patienten sowie deren Teilhabe am Arbeitsleben. Dazu gehört unter anderem praktisches Arbeiten unter realistischen Rahmenbedingungen, die Vermittlung theoretischer Grundlagen und zum Abschluss ein betriebliches Praktikum, um die Teilnehmer auf die Rückkehr in den erlernten Beruf, auf eine Umschulung oder eine Berufsausbildung vorzubereiten.

Die Kosten der Rehabilitation tragen die gesetzlichen Krankenkassen, Renten- und Sozialhilfeträger sowie die Agentur für Arbeit. Zur Rehabilitation in Langensteinbach gibt es eine wissenschaftliche Begleitforschung durch die Sektion experimentelle Psychotpathologie am Zentrum für Psychosoziale Medizin der Universität Heidelberg.


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