Einfach nur da sein: Nicht-pflegerische Betreuung im Alltag

„Alltagsbegleiter“ betreuen und aktivieren Pflegeempfänger, die in ihrer Alltagskompetenz erheblich eingeschränkt sind, in stationären Einrichtungen und häuslichem Umfeld. Malen, Basteln, Kochen, Backen, Fotoalben ansehen, Vorle-sen, gemeinsames Singen, Brett- oder Kartenspiele, Spaziergänge, Gespräche führen oder „Einfach nur da sein“. Damit trägt der Alltagsbegleiter zum Wohlbefinden der Pflegebedürftige n bei und gibt ihnen Sicherheit und Orientierung. Die nicht-pflegerische Betreuungstätigkeit geschieht in enger Kooperation und fachlicher Absprache mit den Pflegekräften. Um im Berufsalltag Sicherheit zu gewährleis-ten, sind ein umfangreicher Erste-Hilfe-Unterricht und Hygienerichtlinien integriert.

Zielgruppe

Diese Qualifizierung richtet sich an Menschen, die

  • Freude an der Arbeit mit älteren Menschen haben,
  • Interesse an der Ausübung einer helfenden Tätigkeit im betreuenden Bereich mitbringen,
  • bereits durch die Pflege von Angehörigen Erfahrungen im pflegerischen Bereich sammeln konnten,
  • Quereinsteiger, die sich beruflich neu orientieren möchten oder
  • Wiedereinsteiger, z.B. nach der Elternzeit, sowie Existenzgründer im nicht-pflegerischen Tätigkeitsbereich

Insbesondere für Rehabilitanden und Inhaber von Bildungsgutscheinen (vorbehaltlich der beantragten Zulassung)

Inhalte

1. Rechtliche Rahmenbedingungen in der Seniorenbetreuung
2. Altern als Prozess – wie können Alltagsbegleiter diesen bestmöglich unterstützen
3. Interkulturelle Betreuung
4. Methoden der Alltagsgestaltung, Veranstaltungsmanagement
5. Seniorenbetreuung als interprofessionelles Arbeitsfeld
6. Unterstützung hilfebedürftiger Menschen
7. Spezielle Betreuung psychisch veränderter und kranker alter Menschen
8. Kochen für Demenzkranke

Berufsperspektiven

Die zu erwartende demografische Entwicklung in Deutschland ist die Grundlage für die zunehmende Seniorenbetreuung. Der Anteil derer, die pflegebedürftig sein werden, wird aufgrund einer höheren Lebenserwartung und besserer medizinischen Betreuung deutlich steigen. Schon im Jahr 2005 belief sich die Zahl der Pflegebedürftigen auf mehr als zwei Millionen Menschen. Laut Statistischem Bundesamt wird die Zahl der Pflegebedürftigen bis zum Jahr 2020 auf 2,91 Millionen ansteigen, bis 2030 rechnet man sogar mit 3,36 Millionen. Somit wächst auch der Bedarf an Betreuungskräften sowohl in stationären Pflegeeinrichtungen als auch auf dem ambulanten Sektor. Ebenso stieg der Bedarf an Alltagsbegleiter durch das Pflegestärkungsgesetz von 2015 und dem Pflege Weiterentwicklungsgesetz im Bereich der Verhinderungspflege deutlich an. Viele Unternehmen haben sich nur auf diese Verhinderungspflege spezialisiert. Dieser zusätzliche Bedarf könnte durch Alltagsbegleiter abgedeckt werden.

Ausbildungsablauf

  • 480 Stunden theoretischer Unterricht
  • 160 Stunden praktischer Unterricht (4 Wochen Praktikum)

Die praktische Ausbildung folgt auf die theoretische Ausbildung
 

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