03.08
2021

Einmal Brainstorming mit sich selbst

Foto: Mensch in weiter Landschaft

Sich Zeit für sich und seine Ziele zu nehmen, macht glücklich. Das individuelle Kompetenztraining am BFW Heidelberg vermittelte Tipps dazu.

Zwischen Arbeit und Alltag bleibt kaum Zeit, innezuhalten. Doch genau das ist oft wichtig, um dann erfolgreich sein zu können. Tipps dafür bekommen Teilnehmende der SRH Berufliche Rehabilitation schon während der Ausbildung.

Tief durchatmen, in der Vorstellung das Ziel anpeilen. Dann Augen auf und los: So ähnlich lässt es sich gerade wieder bei vielen Sportlern der olympischen Spiele beobachten. Viele Athleten bestätigen: Erfolg ist vor allem Kopfsache. Das gilt auch für den Beruf. Handwerkszeug dafür lernen Teilnehmende an der SRH Berufliche Rehabilitation schon während der Ausbildung.

Das Unternehmen aus Heidelberg qualifiziert Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen beruflich neu orientieren. Im „Individuellen Kompetenztraining“ vom 26. bis 30. Juli 2021 haben Expert:innen Fertigkeiten fürs berufliche und private Leben vermittelt. Die Themen der mehr als 60 Kurse reichten von Bewerbungstraining über Gesundheit bis zu Tipps fürs Zeitmanagement. Eine Erkenntnis hatten alle Angebote gemeinsam: Veränderung beginnt bei sich selbst.

Psychologie-Studentin Theresa Pfannenschmidt von der SRH Hochschule Heidelberg zeigte, wie sich das eigene Glück im Alltag steigern lässt. Dabei ging sie auf psychologische, kulturelle und neurologische Erkenntnisse ein. Allein 40 Prozent des Glücks mache das Verhalten aus. „Unser Gehirn ist plastisch, wir können bis ins hohe Alter noch Neues lernen, um etwa mit Situationen anders umzugehen. Studien haben gezeigt: Freundlichkeit gegenüber anderen erhöht das eigene Wohlbefinden und kann sogar chronische Erkrankungen oder Alzheimer vorbeugen.“

Mit viel Ausprobieren lernten die Teilnehmenden Strategien, um besser durch den stressigen Alltag zu kommen, „Führt ein Dankbarkeitstagebuch, in dem ihr jeden Tag mindestens eine Sache notiert, für die ihr dankbar seid. Auch gute Taten für andere steigern das Glücksgefühl“, empfahl die Psychologin. Das nützt oft doppelt, denn: „Studien zeigen: Glück geht dem Erfolg voraus.“

So wie der Erfolg einer Bewerbung: „Vor der Bewerbung ist es wichtig, sich klarzumachen: Was kann ich gut? Was brauche ich für eine gute Arbeitsatmosphäre? Machen Sie dazu ein Brainstorming mit sich selbst“, erklärte Petra Meinzer, Integrationsmanagerin am Beruflichen Bildungs- und Rehazentrum in Karlsbad-Langensteinbach. Als Ausgangspunkt zeigte sie, welche konkreten Voraussetzungen hinter Eigenschaften wie Team- und Kritikfähigkeit oder Flexibilität stecken.

„Wer teamfähig ist, dem gelingt es, in der Gruppe gemeinsam Ziele festzulegen und sie zu erreichen. Dazu gehört, Unterstützung anzubieten, aber sie auch annehmen zu können.“ Die Teilnehmenden sollten sich jeweils auf einer Skala einstufen und drei ihrer Stärken aufschreiben. Anschließend waren die Schwächen an der Reihe. Der Trick: Durch die Konzentration auf die Stärken fielen die Schwächen viel weniger ins Gewicht. Mit den Antworten im Köcher lässt sich jedes Ziel selbstbewusst anpeilen. „Sie haben uns super abgeholt und motiviert“, war das Fazit eines Kursteilnehmers.

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