22.03
2021

Neustart mit Rückenwind

Foto: Psychologin Svenja Gimbel

Psychologin Svenja Gimbel coacht Teilnehmende an der SRH Berufliche Rehabilitation. Foto: privat

Wie man mit Veränderungen konstruktiv umgeht, lernen Menschen an der SRH Berufliche Rehabilitation. Ein neues Coaching nutzt dafür wissenschaftliche Methoden.

Wie belastend tiefgreifende Veränderungen sein können, zeigt seit einem Jahr die Coronapandemie. Genauso geht es Menschen, die plötzlich nicht mehr arbeiten können. Wer aus gesundheitlich Gründen einen neuen Beruf lernen muss, wird mit existenziellen Fragen konfrontiert: Was kann ich noch? Und wie geht es danach weiter?

Bei der Antwort hilft die SRH Berufliche Rehabilitation in Heidelberg. Das Unternehmen bietet Qualifizierungen und unterstützt Menschen beim Wiedereinstieg. Den Start in die Ausbildung erleichtert jetzt das Coaching „REHAgieren“. Entwickelt wurde es mit Erkenntnissen aus der angewandten Psychologie in Zusammenarbeit mit der SRH Hochschule Heidelberg.

Die Ergebnisse stellt Psychologin Svenja Gimbel diese Woche auf dem Reha-Kolloquium der Deutschen Rentenversicherung vor. Unter dem Motto „Teilhabe und Arbeitswelt in besonderen Zeiten" beleuchten Expert:innen, wie der berufliche Neuanfang in einem sich immer stärker verändernden Arbeitsmarkt gelingt.

„Viele Teilnehmenden beginnen den Weg in die Umschulung mit Fragen und Unsicherheiten, die dann im Lernstress nicht gelöst werden können. Deshalb benötigen sie vorher das Handwerkszeug, um damit konstruktiv umzugehen“, sagt Svenja Gimbel. In wissenschaftlichen Projektarbeiten an der SRH Berufliche Reha hat die Absolventin der Fakultät für Angewandte Psychologie diese Bedürfnisse wissenschaftlich analysiert und daraus „REHAgieren“ entwickelt.

Ein zweiwöchiges Basistraining zeigt den Teilnehmenden, wie sie ihre aktuelle Situation einschätzen können und konstruktiv mit neuen Herausforderungen umgehen. „Den Abschied vom alten Beruf zu verarbeiten und den neuen in Angriff zu nehmen ist eines der wichtigsten Themen für die Trainingsteilnehmenden. Sie lernen Methoden, um die Veränderung zu reflektieren. Dann halten sie ihre Ziele und die Schritte dafür fest und erarbeiten Lösungen für eventuelle Hürden auf dem Weg.“  In einem freiwilligen Online-Coaching über fünf Wochen können die Teilnehmenden diese Erkenntnisse vertiefen.

Die Wirksamkeit von Basistraining und Coaching hat Svenja Gimbel in ihrer Masterarbeit untersucht: „Sechs Wochen nach Ende des Basistrainings hatten die Teilnehmenden deutlich bessere Angaben in der Selbstwirksamkeit sowie ihrer Motivation und hatten klare Ziele vor Augen. Der Gesamteffekt mit vertiefendem Coaching war sogar fast dreimal so groß.“ Das Coaching wird 2021 fortgesetzt und nach wissenschaftlichen Erkenntnissen weiterentwickelt.

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