23.01
2020

Sicher fahren im Datenverkehr

Foto: Gruppenbild der APQ

Sind mit dem ECDL/ICDL bestens gerüstet: Tatjana Aksenova (links), Corinna Weiß (3.v.l.), Dieter Schreiner (rechts) und Sofia Mordcovici (3.v.r.), zusammen mit anderen Teilnehmern der Anpassungsqualifizierung (Archivfoto: SRH Berufliche Reha)

Wer zeigen will, dass er mit Autos umgehen kann, braucht den Führerschein. Für Computer gilt das nicht – dabei kann im Job punkten, wer seine Kenntnisse nachweist. Bei der SRH Berufliche Rehabilitation gibt es deshalb den Europäischen Computerführerschein ECDL/ICDL. Heute starten neue Kurse der Qualifizierung APQ.

Sie wissen wahrscheinlich, wie Sie einen Computer bedienen. Sonst könnten Sie diesen Text nicht lesen. Grundlegende PC-Kenntnisse sind heute in fast jedem Beruf ein Muss. Viele haben sie sich selbst beigebracht. Doch schon bei einfachen Geschäftsbriefen oder Zahlungsvorgängen kann viel schiefgehen. Und was muss man noch mal zum Datenschutz beachten?

„Im Beruf und privat läuft immer mehr digital, die Aufgaben werden komplexer und damit auch die Möglichkeiten von Computern. Hier gibt eine offizielle Fortbildung Sicherheit, gerade für Menschen, die sich beruflich neu orientieren“, sagt René Fleischer, Lehrkraft an der SRH Berufliche Rehabilitation in Heidelberg.

René Fleischer bereitet Menschen, die sich beruflich neu orientieren, auf eine kaufmännische Tätigkeit vor. In der „Anpassungsqualifizierung“ (APQ) lernen sie kaufmännische Grundlagen und sammeln mit Arbeitsaufträgen Praxiserfahrung. Außerdem vertiefen sie ihr Wissen zu Computern und IT – mit dem offiziellen Europäischen Computerführerschein (European Computer Driving Licence – ECDL).

Das internationale Zertifizierungsprogramm ist weltweit als offizieller Nachweis für Computerkenntnisse anerkannt. Der ECDL vermittelt Grundlagen zur Hardware, zu Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und wie man sicher im Internet surft. Das lässt sich mit drei Modulen erweitern, je nachdem, worin sich ein Nutzer spezialisieren möchte. Abgeschlossen wird mit einem Zertifikat, seit diesem Jahr sogar international (ICDL).

„Mich interessiert besonders Rechnungswesen, also habe ich alles zu Buchhaltung und Datenbanken absolviert. Ich habe zusätzlich zu Hause gelernt, und wir haben uns in der Gruppe unterstützt. Mit diesem Wissen konnte ich schon in zwei Praktika überzeugen“, sagt APQ-Teilnehmerin Sofia Mordcovici.

„Die Prüfung läuft online und zentral. So können wir nach dem Abschluss der APQ zusätzliche Module absolvieren und Kenntnisse vertiefen“, ergänzt ihre Kollegin Tatjana Aksenova. Der Test sei durchaus anspruchsvoll, konstatiert Dieter Schreiner: „Für alles hat man eine halbe Stunde Zeit. Viel Gelegenheit, um zu überlegen, wie das noch mal ging, gibt’s nicht. Da muss jeder Klick sitzen.“

Doch der Aufwand hat sich für ihn spätestens gelohnt, als er bei einem Unternehmen ein Praktikum absolviert hat: „Gerade für kleinere Behörden oder Unternehmen, wo IT-Aufgaben häufig noch nebenbei mitgemacht werden, ist für vertiefendes Know-how kaum Zeit. Da konnte ich mit meinen Kenntnissen viele Pluspunkte für den Berufseinstieg sammeln.“

Immer wichtiger wird bei immer findigeren Hackern das Wissen zur IT-Sicherheit. „Da weiß ich mit dem ECDL/ICDL dann besser Bescheid als mein Chef“, lacht Teilnehmerin Corinna Weiß. Tatjana Aksenova hat die Familie noch viel mehr beeindruckt. „Meine Tochter ist unglaublich stolz, dass ihre Mutter ihr Leben neu gestartet hat.“

Sie wollen selbst den ECDL/ICDL absolvieren? Weitere Infos.

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