08.05
2019

Wunderwerk Kunststoff

Die angehenden Technischen Produktdesigner der SRH Berufliche Rehabilitation mit ihren Lieblingsstücken aus Plastik. Foto: Riccardo Bolz

Kunststoffe sind viel mehr als vermeidbares Plastik. Das zeigte eine Ausstellung der Technischen Produktdesigner am Berufsförderungswerk Heidelberg.

Schaumstoff kennt man aus Matratzen oder Plüschfiguren. Spätestens wer sie als Kleinkind einmal probiert hat, weiß: Sie sind ungenießbar. Und doch haben sicher viele schon Schaumstoffe gegessen. Das wurde schlagartig klar, wenn man die Ausstellung zu Kunststoffen am Freitag (3. Mai) im Berufsförderungswerk Heidelberg besuchte.

„Hochwertige Schaumstoffe“ stand auf einem Behälter voll mit rosa Schaumzucker. Spätestens als Tüten mit Gummibärchen als „hochwertige Elastomere“ angeboten wurden, fiel der Groschen: Kunststoffe sind viel mehr als umweltschädliches Plastik.

Rohre, Luftpumpen, Silikonbackform oder Snowboard: Stoffe aller Härten und Verarbeitungsweisen hatten die Teilnehmer der Ausbildung zum Technischen Produktdesigner aufgereiht. Tafeln erklärten die Hauptbestandteile. „Die Ausstellung soll ein Bewusstsein dafür schaffen, wie viele verschiedene Materialien in diesen Alltagsgegenständen enthalten sind und wie man sie nützlich verwenden kann. Mit all dem müssen sich Technische Produktdesigner auskennen“, erläuterte Lehrkraft Norbert Scharfe.

Technische Produktdesigner entwerfen Zubehörteile und andere Gegenstände, die dann in Produktion gehen. Diese Ausbildung bietet das BFW Heidelberg als Umschulung für Menschen an, die ihren Beruf aus gesundheitlichen Gründen aufgeben mussten. Die Fachkräfte entscheiden schon beim Entwurf, wie Produkte beschaffen sind, damit sie ihren Zweck optimal erfüllen.

Selbstverständlich spielt dabei der Umweltschutz eine Rolle. Denn auch wenn die Stoffe wiederverwertbar sind, bestehen sie immer noch aus Erdöl, und das geht irgendwann aus. „Deshalb wird mit Kunststoffen auf der Basis von Hanf experimentiert“, erklärte ein Teilnehmer. Viel Stoff um sich weiterzubilden und sich kreativ auszutoben – jenseits der essbaren Schaumstoffe.

 

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